Amazon ist heute aus mehreren Gründen wieder in aller Munde.

1. Amazon Business startet offiziell in Deutschland

100 Millionen Angebote von 45.000 Händlern sind zum Start auf Amazon.de/business verfügbar. Kunden können seit heute neue Amazon Business Accounts anlegen, oder den bestehenden Amazon Account zu einem Business Account umschlüsseln. Dieser Vorgang ist in wenigen Minuten online erledigt, die Freischaltung durch Amazon dauert aber, aufgrund der vielen Anmeldungen, aktuell scheinbar bis zu 3 Tage.

2. Das Handelsblatt berichtet über vielfachen Umsatzsteuerbetrug von Amazon Marketplace-Verkäufern

Recherchen des Handelsblattes nach, die von Mark Steier von wortfilter.de bestätigt wurden, sind lediglich 375 oder 5.500 chinesischen Marketplace Veräufer auf Amazon.de in Deutschland umsatzsteuerlich gemeldet.
Lediglich 300 chinesische Marketplace-Verkäufer haben in letzter Zeit eine Umsatzsteueranmeldung in Deutschland getätigt. Hier gehen dem Staat Steuern in Millionenhöhe verloren und gleichzeitig werden deutsche und europäische Anbieter massiv benachteiligt, da diese eben Umsatzsteuern auf Ihre Umsätze abführen müssen. Was ist in dieser Gemengelage die Rolle der Marktplätze, wie Amazon und auch eBay? Müssen diese Marktplätze durch eigene Regelungen solche Handelsmechanismen verhindern, oder ist in diesem Fall kein vorauseilender Gehorsam angebracht?

Wäre die Politik nicht schon lange gefordert gewesen hier eindeutige europäische Rechtsregelungen zu treffen? Sollte ein Vertrieb in die EU nur erlaubt werden, wenn eine fiskale Anmeldung in der EU für diese Anbieter erfolgt ist, die Umsatzmeldungen auf direktem Wege über die Marktplätze gegengeprüft werden können und wenn für Reklamationen und Haftungsrisiken eine Bürgschaft in der EU hinterlegt wurde?

Lassen sich solche Regelungen mit der geplanten EU übergreifenden zentralen Umsatzsteuer Anmeldung endlich realisieren und nationalstaatliche Überforderungen kompensieren?

Die Politik und die gesetzlichen Grundlagen werden aktuell offensichtlich von der rasanten Entwicklung des internationen Handels überfahren – zu Lasten der innergemeinschaftlichen Händlerschaft.

3. Die Zukunft des Einkaufens -”AmazonGo”, Hightech Supermarkt ohne Kassen

Es sieht so aus, als wenn Amazon einmal mehr im Verborgenen seine technische Kompetenz ausgespielt hätte und klammheimlich die nächste Revolution des stationären Einkaufs vorbereitet hat.

Vielleicht startet Amazon in diesem Handelssegment eine vergleichbare technische Erneuerung wie der E-Commerce den Distanz- und Versandhandel revolutioniert hat. Oder ist Amazon demnächst neben dem Cloud Speicher Segment auch als Hardware Anbieter im Retail tätig und vermietet dieses Buchungssystem?

Einen automatische Erkennung dessen, was der Kunde ansieht, aussucht, in den Warenkorb legt und wieder zurückstellt ist jedenfalls eine Qualität an tiefer Analyse, dass Amazon wahrscheinlich danach mehr über unsere Einkaufsmuster und Entscheidungstrigger weiß, als wir selbst. Wir werden diese spannende Entwicklung weiter beobachten und darüber berichten.

Hier das sehenswerte YouTube Video von Amazon zum Thema:

http://www.youtube.com/watch?v0NrmMk1Myrxc

 

 

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