DropShipping macht die Gründerszene gerechter

Ist das Wirtschaftsleben eigentlich gerecht? Die Gruppe der Markt- und Neoliberalen sagt ja und meint, dass in unserem System jeder dieselben Chancen hat und dass der Erfolg lediglich vom persönlichen Engagement abhängt. Doch trifft das auch auf die Gründerszene zu? Es liegt auf der Hand, dass es deutlich leichter ist, ein eigenes Unternehmen zu starten, wenn man zumindest über ein gewisses Maß an finanziellen Mitteln verfügt. Dies ist bei Menschen, die nicht gerade in wohlhabenden Verhältnissen geboren sind, aber meist erst dann der Fall, nachdem sie viele Jahre lang abhängig gearbeitet und sich etwas Geld zurückgelegt haben. Wer dagegen von Hause aus über Vermögen verfügt, der kann sich den Traum von der Selbständigkeit deutlich früher erfüllen. Gerecht erscheint dieser Unterschied nicht, da es ohne Zweifel mit großen Vorteilen verbunden ist, das eigene Unternehmen möglichst früh zu gründen.

Das noch vergleichsweise junge Handelsmodell DropShipping kann, zumindest im Bereich E-Commerce, diese Ungerechtigkeit mildern. Es ermöglicht nämlich Gründern unterschiedlicher Herkunft und mit ganz verschiedenen finanziellen Möglichkeiten einen weitgehend gleichen Einstieg in die Selbständigkeit. Dies liegt vor allem daran, dass sich per DropShipping beliebig große Unternehmen fast ohne Startkapital aufbauen lassen. DropShipping bedeutet, dass ein Online-Händler die in seinem Shop angebotene Ware nicht im Vorfeld kauft. Stattdessen verbleiben die Produkte bei den jeweiligen Lieferanten und werden direkt von dort aus an die einzelnen Endkunden verschickt, wenn es zu einer Bestellung gekommen ist. Der DropShipping Händler investiert insofern also nicht in die Anschaffung eines eigenen Warenbestandes und trägt auch in Bezug auf die Verkäuflichkeit der Produkte im Sortiment kein Warenrisiko.

Ein weiterer Vorteil schließt sich unmittelbar an: Wer keine Waren einkauft, der benötigt auch kein Lager. Das spart auf Basis der monatlichen Ausgaben erhebliche Mietkosten. Und noch mehr: Wer kein Lager unterhält und selber keine Waren versendet, der braucht auch kein teures Personal für Lagerung und Versand. Man kann also erkennen, das beim DropShipping die besonders kritischen Kostenpositionen des Online-Handels einfach wegfallen und zwar sowohl in Bezug auf die Startkosten als auch hinsichtlich der monatlichen Ausgaben. Und genau dieser Umstand macht das Handelsmodell DropShipping so gerecht, da mehr oder weniger jeder sofort mit dem Aufbau seines eigenen Unternehmens beginnen kann.

Auch die Redakteure des Online-Magazins INTERNETHANDEL wissen um die herausragende Bedeutung des Prinzips DropShipping und haben ihre aktuelle Ausgabe (Nr. 122, Dezember 2013) deshalb diesem spannenden Thema gewidmet. Im Rahmen einer umfangreichen Titelstory erfahren interessierte Leser nicht nur alle Details über DropShipping, sondern erhalten zusätzlich 10 ganz konkrete Geschäftsideen auf der Basis des innovativen Konzeptes. Die Geschäftsideen werden einzeln vorgestellt und sind mit vielen Beispielen anschaulich erklärt. Zusätzlich führt eine Schritt für Schritt Anleitung zum Aufbau des eigenen DropShipping Unternehmens auch Anfänger sicher in die berufliche Selbständigkeit.

Mario Günther

Mario Günther ist Chefredakteur von INTERNETHANDEL. Das Fachmagazin umfasst die Vorstellung neuer Geschäftsideen, Schritt für Schritt-Anleitungen für Gründer, Tipps aus den Bereichen Steuer & Recht, umfangreiche Softwaretests sowie regelmäßige Interviews mit Deutschlands besten Online-Händlern.

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