21 Faktoren entscheiden über den Erfolg: Die Produktseite im Online-Handel

Die Produktseiten im Online-Shop gehören zu den wichtigsten Instrumenten zur Verkaufsförderung. Von ihnen hängt maßgeblich ab, ob sich ein Besucher letztlich für oder gegen einen Einkauf entscheidet. Im E-Commerce verliert man als Shop-Betreiber im Durchschnitt 44,54 seiner Kunden während der eigentlichen Produktauswahl. Diese findet hauptsächlich auf den Produktdetailseiten statt, weshalb diesem Seitentypus eine ganz besondere Bedeutung zukommt.

Die Effizienz, mit der ein Online-Shop arbeitet, lässt sich am besten über die Conversion-Rate beziffern. Dieser Prozentwert beschreibt, wie viele Besucher einen Shop betreten müssen, damit es zu einem Verkauf kommt. Benötigen Sie beispielsweise 100 Besucher, um eine erfolgreiche Verkaufstransaktion zu erreichen, dann liegt Ihre Conversion-Rate bei 1,0 Prozent. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Conversion aller Online-Shops liegt bei 2,13 Prozent. Marktführer wie Amazon erreichen Conversion-Rates von bis zu zehn Prozent. Die Berechnung dieser Quote ist recht einfach. Sie benötigen hierzu die Anzahl an Besuchern während einer bestimmten Zeitspanne und die Anzahl erfolgreicher Verkäufe während derselben Zeit. Teilen Sie jetzt die Verkäufe durch die Besucheranzahl und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100. Nehmen wir an, Ihr Shop verzeichnet pro Monat 60.000 Besucher und Sie erreichen in dieser Zeit insgesamt 950 erfolgreiche Verkaufstransaktionen. Teilen Sie also 950 (Verkäufe) durch 60.000 (Besucher) und multiplizieren Sie das Ergebnis (0,01583) mit 100. Ihre Conversion liegt in diesem Fall also bei 1,583 Prozent.

Nehmen wir an, Sie investieren monatlich 2.000 Euro in Google Werbeanzeigen und die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Seiten, um die genannten 60.000 Besucher zu erreichen. Und nehmen wir weiterhin an, Sie verdoppeln jetzt diese Ausgaben, um durch doppelt so viele Besucher den doppelten Umsatz zu realisieren. Dies entspricht der Vorgehensweise vieler Online-Händler, die Umsatzsteigerungen in ihren Shops erreichen wollen. Führen Sie sich einmal vor Augen, dass bei Ihrer bisherigen Conversion-Rate weniger als zwei von 100 Besuchern (1,583) tatsächlich einen Einkauf abschließen. Stellen Sie sich jetzt vor, Sie würden eine Möglichkeit finden, dafür zu sorgen, dass künftig drei von 100 Besuchern bei Ihnen einkaufen. Dies würde ebenfalls annähernd eine Verdopplung Ihres Umsatzes bedeuten und zwar ohne dass Sie hierfür weitere 2.000 Euro in die Neukundengewinnung investieren müssten.

Wussten Sie, dass Sie als Online-Händler 44,54 ihrer Kunden während der eigentlichen Produktauswahl verlieren? Hierbei handelt es sich um Besucher, die sich in Ihrem Shop immerhin bis zu einer Produktseite durchgeklickt haben und genau hier entscheiden, dass sie den Einkauf lieber nicht fortsetzen wollen. Damit ist die Produktseite einer der entscheidenden Faktoren, der über Ihre Conversion-Rate entscheidet. Wenn Sie die Abbruchquote im Shop senken und dadurch die Umsätze erhöhen wollen, dann sollten Sie sich also zuerst immer mit den Produktseiten beschäftigen und diese für Ihre Ziele optimieren.

Das Online-Magazin INTERNETHANDEL hat sich in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 115, Mai 2013) mit genau diesem Thema beschäftigt. Im Rahmen einer umfangreichen Titelstory wird die Produktseite im Online-Shop detailliert analysiert. Die Redakteure der Zeitschrift haben hierzu eine Infografik bereitgestellt, die insgesamt 21 Elemente idealtypischer Produktseiten enthält. Die einzelnen Faktoren wurden nummeriert und Punkt für Punkt ausführlich besprochen. Der Leser erfährt hier, wie wichtig die einzelnen Aspekte sind und wie er mit kleinen Veränderungen dafür sorgen kann, dass deutlich weniger Kunden ihren Kauf vorzeitig abbrechen. So lässt sich die Conversion-Rate im Shop deutlich erhöhen. Jedem Online-Händler bleibt es dabei selber überlassen, welche der Elemente er aufgreifen und optimieren will. Interessante Statistiken und viele aussagekräftige Daten helfen bei der Einschätzung, wie wichtig die einzelnen Elemente sind. Gleichzeitig erlernt der Leser die Berechnung seiner eigenen Conversion-Rate, um auf diese Weise einfache Analysen über den Erfolg seiner Optimierungen durchführen zu können. Nachdem die Produktseiten auf einen optimalen Stand gebracht wurden, spricht auch nichts mehr dagegen, viele neue Besucher in den Shop zu locken. Denn je höher die Conversion-Rate ist, desto größer wird auch die Effizienz der aktiven Gewinnung neuer Besucherströme.

Mario Günther

Mario Günther ist Chefredakteur von INTERNETHANDEL. Das Fachmagazin umfasst die Vorstellung neuer Geschäftsideen, Schritt für Schritt-Anleitungen für Gründer, Tipps aus den Bereichen Steuer & Recht, umfangreiche Softwaretests sowie regelmäßige Interviews mit Deutschlands besten Online-Händlern.

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