Der sichere Weg zur Selbständigkeit: Online-Händler im Nebenjob

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr: Der Online-Handel bietet angehenden Selbständigen optimale Möglichkeiten, zum Aufbau des ersten eigenen Unternehmens. Niedrige Einstiegsbarrieren, eine optimale technische Infrastruktur und viele frei zugängliche Informationen über die entscheidenden Erfolgsfaktoren im E-Commerce sorgen für ideale Startvoraussetzungen. Alle positiven Perspektiven können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch diese Form der berufliche Selbständigkeit mit einer ganzen Reihe von Risiken verbunden ist. Die Angst vor dem Scheitern und damit auch vor dem wirtschaftlichen und sozialen Abstieg hält viele potentielle Gründer davon ab, den endgültigen Sprung ins kalte Wasser zu wagen und tatsächlich ein eigenes Unternehmen zu starten. Wer sich als risikobewusster Gründertyp dennoch nicht von der Verwirklichung seines beruflichen Traumes abhalten lassen will, der sollte sich einmal mit den Möglichkeiten einer Unternehmensgründung im Nebenberuf beschäftigen. Diese bietet ein besonders ausgewogenes Chancen-Risiken Profil, sichert den Gründer auf vielfältige Weise ab und reduziert gleichzeitig den Erfolgsdruck, der auf dem Selbständigen lastet.

Die nebenberufliche Gründung bietet sich vor allem dann an, wenn es um eine Unternehmensgründung im Bereich E-Commerce geht. Jungen Unternehmern kommt hier vor allem zugute, dass diese Branche eine sehr flexible Arbeitseinteilung ermöglicht. Ob Arbeitsbereiche wie die Pflege und Optimierung des Shops, die Einstellung neuer Produkte oder die Beantwortung von Kundenanfragen tagsüber, abends, nachts oder am Wochenende erfolgt, spielt keine Rolle. So bleibt es dem Unternehmer weitgehend selber überlassen, wann er welche Arbeiten erledigt. Dies bildet eine ideale Voraussetzung, für die gleichzeitige Aufrechterhaltung des Hauptberufes, der ja in aller Regel an feste Arbeitszeiten gebunden ist. Hinzu kommt, dass sich der Online-Handel ausgezeichnet für eine Tätigkeit von Haus oder Wohnung aus anbietet. So kann der Gründer auf die Anmietung eigener Geschäftsräume verzichten und bleibt bei der Ausübung seiner selbständigen Arbeit stets in der Nähe seiner Familie.

Die Aufrechterhaltung des ursprünglichen Hauptberufes sichert bei diesem Modell stabile Einkünfte und die die Beibehaltung der Sozialversicherungen. Hieraus gewinnt der angehende Unternehmer nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch ein gewisses Maß an Ruhe und Gelassenheit. Selbst wenn das eigene Unternehmen sich nicht wunschgemäß entwickelt, so droht doch nicht der soziale Abstieg. Letztlich fällt der Gründer selbst im schlechtesten Fall immer nur auf seinen vorherigen Status zurück. Allzu blauäugig sollte man sich dieser Alternative zur Selbständigkeit in Vollzeit allerdings auch nicht nähern. Entsprechend interessierten Gründern muss bewusst sein, dass sie sich einer immensen Doppelbelastung aussetzen, die viel Motivation, Fleiß und Selbstdisziplin erfordert. Außerdem müssen Selbständige im Nebenjob auf eine Reihe von staatlichen Fördermöglichkeiten verzichten, die nur dann zur Verfügung stehen, wenn in Vollzeit gegründet wird. Auch ist es möglich, dass potentielle Geschäftspartner nicht immer positiv darauf reagieren, dass das eigene Unternehmen lediglich im Nebenjob betrieben wird. Kritische Partner können Anstoß daran nehmen, dass der Unternehmer nicht ins volle Risiko geht und seinem eigenen Betrieb nicht seine gesamte Arbeitszeit widmet.

Auch wenn die nebenberufliche Selbständigkeit mit einigen Nachteilen verbunden ist, so überwiegen hier doch ganz eindeutig die überzeugenden Vorteile. Zu diesem Schluss kommen auch die Redakteure des bekannten Online-Magazins INTERNETHANDEL und präsentieren ihren Lesern in der aktuellen Ausgabe (Nr. 111, Januar 2013) eine ausführliche Titelstory zu dem Thema. „Online-Handel im Nebenjob“ titelt die Zeitschrift und liefert eine Fülle an Informationen, Ratschlägen, Tipps und Anleitungen zu dem innovativen Gründungs- und Geschäftsmodell. Zunächst wird der Leser mit den zahlreichen Vorteilen dieser Form der Selbständigkeit vertraut gemacht. Um ein vollständiges Bild zu liefern, beschäftigt sich der Artikel aber ebenso auch mit den Nachteilen und enthaltenen Risiken des Unternehmertums im Nebenberuf. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Beschäftigung mit rechtlichen und steuerlichen Regelungen und Pflichten, die nebenberuflich Selbständige beachten und berücksichtigen müssen. Hier wird in verständlicher Weise erklärt, worauf es im Umgang mit dem Arbeitgeber, den Finanzbehörden und den Trägern der Sozialversicherungen zu achten gilt.

Mario Günther ist Chefredakteur von INTERNETHANDEL. Das Fachmagazin umfasst die Vorstellung neuer Geschäftsideen, Schritt für Schritt-Anleitungen für Gründer, Tipps aus den Bereichen Steuer & Recht, umfangreiche Softwaretests sowie regelmäßige Interviews mit Deutschlands besten Online-Händlern.

 

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Comments

  1. Ulrich Denninger says:

    Sehr geehrter Herr Günther,

    ist ja Alles schön und recht, was Sie schreiben.
    Aber w3as sollen denn Ihre Ausführungen zum “Steuerrecht”?
    Wissen Sie denn noch nicht dass es in dieser “Scheinrepublik” gar kein Steuerrecht mehr gibt? Informieren Sie lieber ihre Interessenten darüber wie sie sich davon “befreien” können, auf ganz legale Weise. Und das diese ganze Zahlerei nur eine “Spendensammelei” ist.

    mfG
    Ulrich Denninger

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